
Hilfen bei Demenz
Wenn die Demenz eines geliebten Angehörigen fortschreitet, kostet das viel Zeit und Kraft. Manchmal reicht sie nicht mehr aus für die Betreuung zu Hause. Dann kann eine Demenz-Wohngemeinschaft die richtige Perspektive sein.
Mit Demenz leben lernen
Viele Demenz-Erkrankte schwimmen im Meer des Vergessens. Ihre Pflege und Betreuung wird zunehmend aufwändiger und kostet viel Zeit und Kraft. Wir unterstützen pflegende Angehörige, damit sie eine Erholungspause einlegen und neue Kraft schöpfen können.
Vielleicht ist es für Sie schon eine große Entlastung, wenn eine Betreuungskraft einmal pro Woche für ein paar Stunden zu Ihnen nach Hause kommt und Sie in Ruhe Ihre Besorgungen machen können?
Ein weiterer Schritt kann sein, dass Ihr zu pflegender Angehöriger einen oder mehrere Tage in der Woche in die Tagespflege geht. Dort wird er oder sie nicht nur gut betreut, sondern auch gefördert.
Mit Hilfe der sogenannten Biographiearbeit erstellen wir mit Ihnen gemeinsam einen passenden Betreuungsplan. So können wir eine optimale Förderung anbieten, damit Ihr Angehöriger so lange wie möglich im gewohnten Umfeld bleiben kann. Durch die tageweise Betreuung haben Sie mehr Zeit für sich, Ihren Haushalt oder Ihre Familie.
Demenz-Wohngemeinschaften – familiär leben, individuell betreut werden
Wenn die häusliche Versorgung bei fortgeschrittener Demenz an ihre Grenzen kommt, stellt sich für viele Angehörige die Frage, wie eine gute und sichere Betreuung weiter möglich ist. Eine selbstverantwortete Demenz-Wohngemeinschaft kann dabei eine persönliche und familiäre Alternative zu einem klassischen Pflegeheim sein.
Wir pflegen und betreuen Menschen mit Demenz in drei Wohngemeinschaften in Köln – in Bickendorf, Buchheim und Stammheim. In jeder WG leben acht Bewohnerinnen in einem geschützten, familiären Umfeld zusammen. Alle Bewohnerinnen verfügen über ein eigenes, individuell eingerichtetes Zimmer mit eigenem Badezimmer. Zu jeder Wohngemeinschaft gehört außerdem ein eigener Garten beziehungsweise ein eigener Terrassenbereich.
Angehörige gestalten und tragen die Wohngemeinschaft
Unsere Demenz-WGs sind selbstverantwortet organisiert. Das bedeutet: Die Angehörigen der Bewohnerinnen übernehmen eine aktive Rolle bei der Gestaltung und Organisation des gemeinschaftlichen Lebens. Sie sind nicht nur zu Besuch, sondern wirken als wichtige Partnerinnen mit und tragen gemeinsam Verantwortung für die Wohngemeinschaft.
Die Angehörigen entscheiden beispielsweise bei wichtigen Fragen des WG-Alltags mit und bringen ihre Kenntnisse über die Gewohnheiten, Bedürfnisse und Persönlichkeiten ihrer Angehörigen ein. Auch die Gestaltung der Gemeinschaftsräume, die Tagesstruktur und gemeinsame Aktivitäten können durch ihr Engagement geprägt werden. Die aktive Beteiligung der Angehörigen ist ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts und trägt dazu bei, dass die Wohngemeinschaft ein persönliches und vertrautes Zuhause bleibt.
Pflege und Betreuung rund um die Uhr
Für die pflegerische Versorgung und Betreuung beauftragen die Angehörigen einen ambulanten Pflegedienst. Wir übernehmen diese Aufgabe in den drei Wohngemeinschaften und sind rund um die Uhr für die Bewohner*innen da. Unsere erfahrenen und in der Demenzbetreuung geschulten Mitarbeitenden orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen, Gewohnheiten und Fähigkeiten jedes Menschen.
Eine vertraute Tagesstruktur, persönliche Zuwendung und passende Beschäftigungsangebote helfen dabei, vorhandene Ressourcen möglichst lange zu erhalten und das Wohlbefinden zu fördern. Der großzügige Gemeinschaftsbereich lädt zu gemeinsamen Mahlzeiten, Begegnungen und Aktivitäten ein. Die Gärten und Terrassen bieten zusätzlich geschützte Möglichkeiten, Zeit im Freien zu verbringen und den Jahreslauf zu erleben.
Unterstützung durch Wohnkonzepte Schneider
Bei der Organisation und Weiterentwicklung der Wohngemeinschaften werden die Angehörigen durch die Wohnkonzepte Schneider gGmbH beratend unterstützt. Wohnkonzepte Schneider steht den Angehörigen bei organisatorischen und konzeptionellen Fragen zur Seite und begleitet die selbstverantwortete Struktur der WGs.
So verbindet das Konzept die aktive Mitwirkung der Angehörigen mit einer professionellen Pflege und Betreuung. Gemeinsam entsteht ein verlässliches Zuhause, in dem Menschen mit Demenz sicher, individuell und in familiärer Atmosphäre leben können.
Finanzierung der Demenz-WG
Zur Finanzierung eines WG-Platzes können unterschiedliche Kostenträger herangezogen werden. Neben dem Anteil, der durch die Pflegekasse getragen wird, ist ein Eigenanteil des Bewohners zu zahlen. Wenn jemand nicht in der Lage sein sollte, diesen zu tragen, unterstützt der Sozialhilfeträger. Mehr Informationen zur Finanzierung in der ambulanten Pflege finden Sie unter Kosten und Finanzierung.